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markusDie Fußball-Abteilung des SV Garßen ist ohne ihn fast undenkbar. Markus Lüßmann kümmert sich beim SVG vorwiegend um den Nachwuchs – und das mit großem Erfolg. Der 45-Jährige ist in Garßen so etwas wie der „Hansdampf in allen Gassen“.


GARSSEN. Wenn das Flutlicht angeht auf dem Sportplatz des SV Garßen, dann kann einer nicht weit sein: Markus Lüßmann (45) engagiert sich seit 25 Jahren für den Nachwuchs. Seit 2001 ist er bereits Vorsitzender der Fußball-Jugendabteilung. Auch jetzt in der kalten Jahreszeit ist er wieder aktiv – stellt Hütchen auf, gibt Anweisungen und überwacht das Geschehen.
Im Jahr 1989, als die Musik noch von Kassetten kam und die Mauer gerade fiel, wurde er erstmals Jugendbetreuer beim SVG. „Mein Vater, Ernst-August Lüßmann, war damals auch schon sehr engagiert beim SV Garßen und hat nebenbei noch als Schiedsrichter auf dem Platz gestanden. Von ihm habe ich diese Leidenschaft geerbt und auch schon an meinen 17-jährigen Sohn weitergegeben“, erklärt Lüßmann stolz.
Fußball steht in der Prioritätenliste seiner Familie ganz oben. Denn auch seine Frau Bianca engagiert sich beim SVG, bewirtet das Vereinsheim und trainiert Mädchenmannschaften. So viel Engagement zahlt sich für die Jugendlichen aus. „Wir haben von der G- bis zur A-Jugend alle Mannschaften besetzt und kommen als einer von wenigen Vereinen ohne Spielgemeinschaft im Jugendbereich aus“, so Lüßmann. Zu den Männermannschaften kam 2006 eine Frauen- und 2008 eine Mädchenmannschaft hinzu. „Und das in einer Handball-Hochburg wie Garßen“, freut sich der gelernte Chemiearbeiter. Die Idee zum Mädchenfußball in Garßen kam auch von Lüßmanns Tochter Merle (14), die heute noch für den SVG spielt.
Zusammen mit seinen Trainern aus der Jugendsparte organisiert er jedes Jahr zu Pfingsten ein großes Turnier mit 40 bis 60 teilnehmenden Mannschaften, dazu den Allianz-Girls-Cup im August. „Manchmal spielen sogar Mannschaften aus dem Ausland mit“, erklärt der Jugendleiter. International geht es auch auf den Jugendfahrten zu, die Lüßmann organisiert: „Wir waren schon in Frankreich in der Normandie und auch in Finnland.“ Diese Fahrten sind für ihn ein essenzieller Bestandteil des Jugendkonzepts. „Man muss als Mannschaft auch mal was außerhalb des Platzes machen, um richtig zusammenzuwachsen“, erklärt der 45-Jährige.
Die einzige Sorge, die er in sportlicher Hinsicht hat, ist genügend Ehrenamtliche für die Jugendarbeit zu gewinnen: „Noch geht es. Aber dadurch, dass heutzutage viele in Schichten arbeiten müssen, wird es immer schwieriger.“ Er selbst will noch so lange machen, wie ihn die Arbeit mit den Kindern Freude bereitet: „Wenn man den Spaß sieht, den die Kinder haben und dann ab und zu mal ein Dankeschön kommt, dass motiviert unheimlich.“
Und wer weiß? Vielleicht übernimmt sein Sohn Jonas ja in ein paar Jahren die Jugendleitung. Dann wäre das Amt in der dritten Generation in der Hand der Lüßmanns.