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Hand aufs Herz, welchem Handballer ist bei dem Gedanken der geliebten Backe abzuschwören nicht eben dieses Handballherz in die Hose gerutscht?
Nach der Schreckensmeldung, dass Backe in Zukunft komplett verboten wird,

wurde erst einmal ( wie es ja zur Zeit in sozialen Netzwerken angesagt ist) aus allen Rohren geschimpft. Doch das eigentliche Problem blieb bestehen. Wollte die Stadt kein Gespräch zu dem Thema? Ist hier einfach etwas in der Kommunikation unter gegangen? Fakt ist, der Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge hat die Vertreter der Handballvereine kurzfristig zu sich gebeten und den Fall zur Chefsache erklärt. Hieraus entwickelte sich ein überaus freundliches und lösungsorientiertes Gespräch mit dem OB Dr. Jörg Nigge persönlich. Schnell wurde eine einvernehmliche Lösung gefunden. Wir Handballer möchten uns herzlichst für die Chance, die uns gegeben wird, bedanken. Anbei der Pressebericht der Stadt zu dem Thema, uns Handballern geht beim lesen das Herz auf.

Nr.256/17                 PRESSEMITTEILUNG     Stadt Celle        29.11.2017

Nix „Au Backe“!

Kompromiss gefunden - OB macht Thema zur Chefsache

CELLE. „Au Backe“, so titelte die CZ am 22. November im Sportteil und meinte das von Stadt und Landkreis ausgesprochene Haftmittel-Verbot für Handballer in Celler Sporthallen. Diese Überschrift muss man sich künftig zwei Mal überlegen, denn am vergangenen Montag haben sich Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge und die Spitzen des Celler Handballs auf einen Kompromiss geeinigt. Ein halbes Jahr lang werden die Sportler in Eigenregie reinigen. „Pilotprojekt“ ist die HBG-Halle, die die Stadt als Mieter des Landkreises den Handballern zu Trainings- und Spielzwecken zur Verfügung stellt.
Das Thema ist im Neuen Rathaus zur Chefsache geworden, nachdem den Mitarbeitern des Sportbereiches mangelnde Gesprächsbereitschaft vorgeworfen worden war. Deshalb hatte der OB die Vertreter der Vereine am Montagnachmittag, 27. November, zu einem Gespräch im Rathaus geladen. Das wurde von den Vereinen dankbar angenommen. So  trafen sich beide Seiten – OB Dr. Nigge auf der einen und Holger Neumann (SV Garßen Handball), Reinhard Roselieb (SV Altencelle), Michael Dümeland (VfL Westercelle) und Wolfgang Kaplick (HBV 91 Celle) auf der anderen - am Runden Tisch.
„Wir freuen uns über die Einladung und hoffen, dass wir gemeinsam eine Lösung finden“, so Holger Neumann, der als Gruppensprecher fungierte. Entsprechend harmonisch der Gesprächsverlauf, in dem die Handballer darlegten, dass auch ihnen an sauberen Hallen gelegen ist. Schließlich minimierten diese auch die Verletzungsgefahr. „Verschmutzte Hallenböden erhöhen das Risiko für Bänderrisse und ähnliches“, weiß Neumann. Allerdings sei es für den Handballsport unerlässlich, mit Haftmitteln, der so genannten „Backe“ zu spielen. Durch die Berührung mit dem unsauberen Hallenboden verlieren die Bälle an Griffigkeit, werden „rutschig“ und dem könne man eben nur mit „Backe“ beikommen.
OB Nigge signalisierte, dass ihm sehr an einer Einigung mit den Handballern gelegen sei: „Wir wollen dem Sport bestmögliche Rahmenbedingungen bieten und sind selbstverständlich stets zu Gesprächen bereit und vor allem für Lösungen offen. Von daher ist es mir wichtig, dass wir gemeinsam einen Kompromiss finden, der alle Seiten zufrieden stellt. Schließlich muss der Landkreis als Schulträger des HBG und Eigentümer der Halle, saubere Räumlichkeiten für den Schulsport vorfinden. Daher bin ich dem Landrat dankbar, dass er einem Kompromiss, bei dem die Stadt die Verantwortung übernimmt, zunächst zustimmt.“
Der Kompromiss wurde dann auch flugs gefunden. Die Handballer werden für eine Testphase von sechs Monaten die Verantwortung übernehmen und die HBG-Halle von etwaigen „Backe“-Rückständen reinigen. Das gilt insbesondere für den Hallenboden und für die Beseitigung weiterer Rückstände, aber auch für die Flure, Umkleideräume und Armaturen der Waschräume.
Am Schluss hieß es dann „Hand drauf“ (s. Foto). Und der OB betonte zum Abschied, dass seine Türen immer offen für Gespräche seien, damit eventuell aufkommende Probleme im Vorfeld gemeinsam gelöst und nicht erst in der Öffentlichkeit heiß diskutiert werden müssen.
Bildunterschrift:
„Hand drauf“ (von links): Wolfgang Kaplick, Michael Dümeland, Reinhard Roselieb, OB Jörg Nigge und Holger Neumann.

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