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Jubel-Eskalation und Freudentränen bei SV Garßen II / HBV 91 Celle scheitert an „Inkonsequenz im Angriffsspiel“


CELLE. Ein extrem spannendes Derby haben die Zuschauer in der Handball-Regionsoberliga der Frauen gesehen. Am Ende hatte der Aufsteiger das bessere Ende für sich. In der HBG-Halle gewann SV Garßen-Celle II 21:20 (10:10) gegen den HBV 91 Celle. Damit bleibt der HBV Letzter, SVG ist Achter.


Aus Sicht der HBVerinnen war das eine verdammt ärgerliche Niederlage in diesem begeisternden Stadtderby, weil sie durch ein Tor in allerletzter Sekunde zustande kam. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, das über 60 Minuten offen blieb. HBV 91 fand handballerisch gute Lösungen, aber in der Crunchtime gelang es den Bärinnen eben nicht, eine Überzahl clever auszuspielen, um die 17:16-Führung weiter auszubauen.
Aber auch die Garßener Führungen brachten HBV nicht aus dem Spielplan – bis die starke Stephanie Stewart eine Minute vor Schluss Rot bekam. Den eigenen Ballbesitz spielte der HBV am Ende in Unterzahl nicht konsequent aus, und so kassierte das Team das Tor in letzter Sekunde.
91erin Sophie Löber meinte zur unglücklichen Niederlage: „Spielerisch hätten wir die Partie gewinnen müssen, scheitern aber in der entscheidenden Phase an unserer Inkonsequenz im Angriffsspiel.“ Ganz anders gestaltete sich die Gefühlslage beim SVG. Fix und fertig kam Trainerin Daniela Wagner aus der Dusche nach einer völligen Jubel-Eskalation ihrer Truppe über diesen glücklichen Last-Second-Sieg: „Das war richtig geil, das haben die Mädels gebraucht.“ Aus ihrer Sicht hatte ihr Team, das diesmal ohne Felix Michelmann, also ohne den zweiten Teil des Trainerteams, auskommen musste, das Spiel zumindest gefühlt im Griff. „Aber der HBV hat nie aufgegeben.“ SVG hingegen ließ sich nicht vom Schreckmoment schocken: Als sich Tina Stumpf verletzte, sprang Anna Schulz gekonnt in die Bresche. Und so gewann der Aufsteiger glücklich mit dem Schlusspfiff. „Das hat die Mannschaft toll gemacht“, lobte die Trainerin, die nach dem Schlusspfiff Freudentränen in den Augen hatte. Und die löste vor allem der Siegtreffer aus: SVG kam noch mal in Ballbesitz, Kathrin Hilgert legte auf Susanne Neumann, die eiskalt verwandelte. „Ich glaube, der Knoten ist geplatzt“, freute sich eine glückliche Übungsleiterin, die vor lauter Aufregung nicht in den Schlaf kommen konnte. (mm)
SVG Celle II: Stumpf, A.-K. Schulz – Divjak (1), Tegen, A. Meier (2/2), Baumgart (2), S. Neumann (5), K. Heider (1), Hilgert (5), Bühring (5), Lohpens, Schnöge, Diederichsen, Heine.
HBV 91 Celle: Kaltwasser – Wolschendorf (5/2), Flügge (3), Stewart (3), Löber, Büscher (1), Kloth (1), Sevenich (1), Stella Koerth (2), Felsmann (4), Oboda, Stephanie Koerth.

Quelle CZ: Autor Stefan Mehmke