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Die Spielerinnen des SV Garßen-Celle II haben es wieder getan: Nachdem sie bereits in der Hinserie das Kreisderby in der Handball-Oberliga gegen den TuS Bergen gewonnen hatten, legten sie gestern erfolgreich nach. In eigener Halle besiegten die Garßenerinnen vor rund 60 Zuschauern die Gäste aus dem Norden des Landkreises souverän mit 30:22 (15:11) Toren.

SVG Bergen„Unser Spielkonzept ist heute voll aufgegangen“, freute sich SVG-Trainerin Renee Verschuren nach Abpfiff vor allem über die robuste Abwehrarbeit ihrer Spielerinnen. Ihr Team konnte durch den Sieg die Negativserie von sieben verlorenen Spielen am Stück durchschlagen und wieder zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf einfahren. Herwig Baumung, der TuS-Trainer Dominik Blancbois auf der Bank vertrat, hingegen haderte mit dem Ergebnis: „Die Spielpause hat uns offenbar nicht gutgetan, denn uns hat völlig der Rhythmus gefehlt. Das ist heute wie eine verkehrte Welt.“

Die ersten acht Minuten des kampfbetonten Duells waren noch sehr ausgeglichen, so dass sich keine Mannschaft wirklich absetzen konnte. Während der TuS vor allem im Angriff zu langsam spielte, einige Male an der starken SVG-Torhüterin Carola Michels scheiterte und zwei Siebenmeter – insgesamt fünf von sieben – vergab, spielten die Gastgeberinnen, die Rückraumspielerinn Kim Wahle aus der Bundesligamannschaft einsetzten, ihren Stiefel konsequent runter. Die Folge: Bis zur Halbzeit baute der SVG seine Führung sukzessive auf 15:11 aus.

„Wir haben Kim Wahle einfach nicht in den Griff bekommen. Zusammen mit Kristin Skorek hat sie uns abgeschossen“, so Baumung. Zusammen erzielten die beiden Spielerinnen 20 der 30 Treffer ihres Teams – spielten sich die beiden Mal fest, erzielte meist Katrin Zymmek über Linksaußen die Tore. „Den Unterschied hat aber nicht Kim allein gemacht, es war eine geschlossene Mannschaftsleistung“, betont Verschuren.

In der zweiten Hälfte das gleiche Bild: Der SVG Celle baute über sein Trio die Führung stetig aus. Der TuS Bergen, bei dem vor allem Louise Ringert und Svenja Glasewald trafen, konnte nie wirklich dem Gegner gefährlich werden, eroberte zu wenig Bälle, ging mit seinen Chancen zu sträflich um und konnte auch mehrfache Überzahlsituationen nicht für eine Aufholjagd nutzen. „Uns hat heute einfach der letzte Biss gefehlt“, bilanziert Baumung.

Durch den Derbysieg hat der SV Garßen II die Abstiegszone verlassen und nun zwei Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz, denn der Handballverein Lüneburg verlor sein Heimspiel gegen die HSG Heidmark deutlich mit 25:39.

SVG II: Michels, Pertile – Zywicki (1), Mummert (1), Jagonak, Zymmek (7), Skorek (12), Schulz (1), Siebers, Baumgart, Wahle (8)

Quelle: CZ – Text (Kai Knoche); Foto (Alex Sorokin)