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Vier Teams aus der Handball-Oberliga trafen sich gestern in der HBG-Halle, um einen Teilnehmer für das "Final-Four" des HVN-Pokals zu ermitteln. Mit dem TuS Bergen und dem SV Garßen-Celle II standen zwei Teams aus der Region im Finale. Zunächst sah es nach einem Garßener Erfolg aus, doch in eigener Halle verspielten sie den Sieg.

Am Ende fielen sich die Handballerinnen des Tus Bergen erleichtert in die Arme und die mitgereisten Fans sangen: "Die Nummer eins im Kreis sind wir!" Die Anhänger hatten die HVN-Pokal-Partien ihrer Mannschaft zu einem Heimspiel gemacht. Dagegen schlichen die Gastgeberinnen vom SV Garßen-Celle II nach der 29:35 (13:18)-Heimniederlage enttäuscht in die Kabine. Sie hatten die Chance auf den Einzug unter die vier besten Pokalmannschaften in Niedersachsen verpasst. Bis dahin war es aber ein weiter Weg. Denn um es ins Finale des gestriegen Pokaltages zu schaffen, mussten die Garßenerinnen erstmal den VfL Wolfsburg aus dem Weg räumen. Obwohl die Wolfsburgerinnen nur mit sieben Spielerinnen angereist waren, mühten sich die Garßenerinnen, einen großen Vorsprung rauszuwerfen. Erst im letzten Drittel der Partie schaffte es die Zweitvertretung, den Wolfsburgerinnen mit mehreren Toren davonzulaufen. "Zum Ende haben wir leichtere Tore geworfen", beobachtete Garßens Trainerin Renne Verschuren. Bei Abpfiff stand ein 32:26 (16:14) für die Gastgeberinnen auf der Anzeigetafeln.

Die Bergerinnen schafften es deutlich souveräner ins Finale. Schon zur Halbzeit führten sie gegen die HG Rosdorf-Grone mit 21:12. Auch diese Mannschaft war mit einem dezimierten Kader in die Herzogstadt gereist. So entwickelte sich eine Partie mit Testspielcharakter, in der die TuS-Frauen zwischenzeitlich mit 13 Toren führten. "Bei Rosdorf haben sieben Spielerinnen gefehlt. Nicht alle Vereine freuen sich, wenn zu den 26 Ligapartien noch Pokalspiele dazukommen", kommentierte Bergens Trainer Dominik Blancbois vielsagend. Am Ende stand es dann 35:25 für Bergen. Das Finale mit zwei Mannschaften aus dem Kreis Celle war perfekt.

Blancbois wollte sich nicht über das zeitlich spätere Halbfinale beschweren. "Das kann auch ein Vorteil sein. Da wird man gar  nicht erst kalt. Und für die Kondition haben wir unseren Athletik-Trainer Björn Lippa", erklärte er. Trotz guter Kondition beim TuS fanden die Cellerinnen den besseren Einstieg ins Spiel. Beide Mannschaften starteten sehr vorsichtig, was sich darin ausdrückte, dass nach drei Minuten noch ein 0:0 auf der Anzeigetafel stand. Welchen Stellenwert das Final-Derby für die Teams hatte, konnte man sehr gut an den Reaktionen bei Toren erkennen. Wirkte der Jubel im Spiel gegen Rosdorf nur Pflichtbewusst, rissen beim 1:1-Ausgleich in der 4. Minute alle Berger Spielerinnen die Arme in die Luft. Doch der Jubel wollte nicht lange anhalten. Schnell spielte Garßen eine 10:6-Führung heraus (15.). Blancbois legte die grüne Auszeit-Karte auf den Tisch und stellte sein Team neu ein. Danach lief es deutlich besser für die Gäste. Denn bis zur Halbzeit warfen die Bergerinnen zwölf Tore und Garßen nur noch drei. Dabei fiel besonders die Berger Top-Torjägerin Sabrina Schack auf. Sie lieferte eine traumhafte Partie und erzielte 16 Treffer gegen Garßens Defensive. "Meine Mannschaft war ab diesem Zeitpunkt zu ungeduldig und hat die taktischen Vorgaben nicht eingehalten", so Verschuren. Auch nach der Pause nahmen sich die Garßenerinnen durch 2-Minuten-Strafen selbst den Wind aus den Segeln, so dass die Berger Fan-Party starten konnte. Bis zum nächsten Duell im Januar können sie sich als "die Nummer eins im Kreis" feiern.

Quelle: Text - CZ (Alexander Hänjes); Fotos - Jörg Grünhagen

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