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Celle. In der Handball-Landesliga der Frauen kam der SV Garßen nur zu einem mühsamen Arbeitssieg bei der HSG Lachte-Lutter.
HSG Lachte-Lutter – SV Garßen 18:21 (9:11)


Nur mit Müh und Not rettete der Tabellenzweite das Spiel gegen Außenseiter Lachendorf ins Ziel. „Schön war es nicht, aber nur die Punkte zählen“, lautete der knappe Kommentar von SVG-Seite.
In einem schwachen Derby vor spärlicher Kulisse gelang es den favorisierten Gästen nicht, die Konzentration über 60 Minuten aufrechtzuerhalten. Irgendwie war der Wurm im Spiel der Garßenerinnen, bei denen neben der gewohnt starken Torfrau Claudia Körner eigentlich nur die in der Abwehrmitte resolut verteidigende Katrin Zymmek sowie Außenspielerin Maren Minskowski Normalform erreichten.
Das Tempospiel des SVG wollte nicht richtig funktionieren, viele klare Einwurfmöglichkeiten wurden versiebt. Vor diesem Hintergrund arbeiteten sich die nie aufsteckenden Lachendorferinnen nach klarem Rückstand 5:10 (25.) noch vor der Pause wieder heran und hielten die immer spannender werdende Partie bis in die Schlussminuten hinein offen.
Da die Gäste den Sack nicht zumachten, schnupperte die HSG auf einmal am Punktgewinn. Ines Wottschel verkürzte auf 18:19 (54.), vergab danach aber zweimal völlig freistehend. Das HSG-Drama nahm seinen Lauf, als Annabell Colditz mit Bänderriss im Fuß fünf Minuten vor dem Ende ausscheiden musste. Die Krönung des Lachendorfer Pechs war der Wurf von Jennifer Colditz (59.), der vom Innenpfosten zurück ins Feld sprang. Zwei Garßener Tore zum sicherlich nicht unverdienten „Rumpelsieg“ in der Schlussminute besiegelten dann das Schicksal der Gastgeberinnen. „Wenn man Garßens Geschenke auf dem silbernen Tablett nicht annimmt und so viele einfache Fehler macht wie wir, dann steht man hinterher mit leeren Händen da“, ärgerte sich HSG-Trainer Holger Heinrich.
HSG Lachte-Lutter: Hahlbohm – P. Colditz (1), Annabell Colditz (6), Wottschel (2), Heuer, Friedhoff (5/2), A. Winkelmann (1), Andrea Colditz (1), J. Winkelmann, Klein, Jennifer Colditz (2).
SV Garßen: Körner – Mummert (2/2), Meier (1), Schulz (2), Müller (3/2), Wagner (2/1), Zymmek (2), Minskowski (6), Siebers (3), Bartlau.
Quelle CZ: Autor Jochen Strehlau